Ich mag Sie nicht, Herr Bachmann.

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Ich mag Sie nicht, Herr Bachmann.

Sie haben dafür gesorgt, dass sich mein Verhältnis zu meiner Heimat drastisch verschlechtert hat. Sie und Ihre Jünger sind dafür verantwortlich, dass ich meine Heimat verachte und mich für manche Mitmenschen schäme. Sie entzweien Familien und schüren Neid und Missgunst in der Bevölkerung.

Ich bin hier geboren, bin hier fest verwurzelt. Ich bin Dresdner.

Schon mein ganzes Leben darf ich dabei zusehen, wie meine Stadt Brutstätte für braunes Gedankengut ist. Ich musste mit ansehen, wie Dresden in der öffentlichen Wahrnehmung auf diesen Aspekt reduziert, das „andere“ Dresden an den Rand gedrängt oder gänzlich ignoriert wird. Und jetzt – nach allem, was ich schon erlebt habe – führt ein Mann mit einem Vorstrafenregister von hier bis ins Dritte Reich die Rechten zusammen. Sie kommen im Dunklen, sie kommen auch gerne von weit her, um sich dem Gefühl hinzugeben, der Mehrheit anzugehören oder zumindest einer kraftvollen Widerstandsbewegung. Und sie lassen Dresden Scheiße aussehen – und zwar ganz Dresden. Völlig unabhängig davon, wer auch immer was auch immer am Montagabend macht.

Ich will hier weg. Ich will flüchten. Vor Ihnen.

Sie haben meine geliebte Heimatstadt durchsetzt wie ein wuchernder, streuender Tumor und dafür gesorgt, dass wir in die weltweite Spitze der Ultradeppen aufgestiegen sind.

Wir. Dresdner.

Uns wird aus allen Regionen des Landes vorgeworfen, wir würden schweigen. Wir erleben mit, wie Schüler vorm Theater bepöbelt und Journalisten auf offener Straße geschlagen werden. Wie es zu gewaltsamen Übergriffen gegen Ausländer und zur politischen Verfolgung von Andersdenken und Engagierten kommt. Selbst vor Anschlägen gegen politisch Verantwortliche wird hier nicht mehr zurückgeschreckt – warum auch? Wir leben schließlich in einem Bundesland, das schon lange das rechte Auge zudrückt. Das dafür aber, gerade jetzt, personelle Verstärkung für den Kampf gegen Linksextremismus sucht, und selbstverständlich gegen Islamismus und „Ausländerterrorismus“ – unsere beiden drängendsten Probleme. Nicht. Inzwischen scheint das rechte Auge Sachsens regelrecht zugetackert. Ihr Verdienst, Herr Bachmann.

Vielen Dank dafür. Ich hoffe, es kommt der Tag, an dem Sie sich Ihrer Heimat so entwurzelt, so vertrieben fühlen, wie ich mich seit nun bald einem Jahr.

Foto 1_2

Gemeindewahlausschuss, 13. Mai 2015.

Möglicherweise wissen Sie es noch nicht, doch einen winzigen Hauch Rache habe ich mir schon gegönnt. Zur Verkündung der OB-Kandidaten saßen Sie im Gemeindewahlausschuss direkt hinter mir  – erinnern Sie sich? Das war der Tag, an dem Sie Ihre seelenlose Handpuppe Finsterling als Kandidatin haben bestätigen lassen. Siggi Daebritz tippte gerade eine Botschaft an „Bulle Demo Funk“ in sein Handy, und die Amseln erbrachen sich vor dem Fenster beim Anblick ihres Jeansjackenarrangements, das Sie zur Feier des Tages offenbar mit fleckigen Resten einer Gallone „Route 66“ durchtränkt hatten. Eilig über die Halspartie geschüttet, die jene Stimmbänder beherbergt, aus denen im Minutentakt dumpfe Parolen erklingen.

Erinnern Sie sich?

In einem unmenschlichen Akt körperlicher Selbstbeherrschung hatte ich es bereits tagelang angestaut, aufkonzentriert. Nur für diesen einen Moment. War Ihnen in diesem Moment schwindelig? Haben Sie es schmecken können? Er war sehr leise, doch das war Teil des Planes. Ein Schwall gasförmigen Gutmenschentums bahnte sich seinen Weg unter der Stuhllehne hindurch. Sie taten so, als wäre nichts, doch Sie wissen so gut wie ich, dass sie riechen konnten, was ich von ihrem Verein halte. Huch, ist ja gar kein Verein. Nur bald eine Partei…

Warum machen Sie das? Für „Ihr Volk“? Mitnichten! Sie sind ein Mensch. Ein durchtriebenes Säugetier, das es durch einen Treppenwitz der Evolution an die Spitze der Hackordnung geschafft hat. Wenn ein Mensch die Chance wittert, sich selbst in irgendeiner Form persönlich zu bereichern, dann wird er es tun.

Womit bereichern Sie sich? Ist es Geld? Gesellschaftliche Anerkennung? Oder sehnen Sie sich nach dem Alphatier-Adrenalinrausch, der mit jeder Ihrer Hassparolen einhergeht? Woher kommt sonst diese Energie, dieser unermüdliche Drang, eine Armee zu formen? Woher diese Leidenschaft zur Niedertracht?

Zu Beginn Ihres Schwadronierens vor knapp einem Jahr wollte ich Sie eigentlich gerne mal beiseite nehmen und richtig schön durchstreicheln. Inzwischen bin ich der Meinung, dass sie weggesperrt gehören. Sie sind gefährlich. Eine Gefahr für Ihre eigene Spezies. Tun Sie mir einen Gefallen und hören Sie sich mal bewusst selbst reden! Lesen Sie sich mal bewusst durch, was Sie täglich so schreiben! Stellen Sie sich einfach nur einmal vor, jemand würde diese Dinge über Sie sagen und schreiben, die Sie über „Glücksritter“ und „Krimigranten“ in die Welt kotzen. Jeder anständige Mensch würde danach für immer schweigen.

Ich mag Sie nicht, Bachmann – und ich will meine Heimatstadt zurück! Denn ich liebe die Menschen in dieser Stadt. Sie geben mir jeden Tag aufs Neue das Gefühl, hier richtig zu sein. Hier angekommen zu sein – bereits mit meiner Geburt. Die Menschen in meiner Nähe bestärken mich durch ihre Gedanken, ihren Mut und den unbändigen Glauben an ein besseres Miteinander. Sie packen an, wo es nötig ist und erwarten dafür keinerlei Gegenleistung. Investieren Zeit und Geld in diesen Traum – nur um mitzuerleben, wie Sie  immer wieder montags Hass predigen und Menschenfeindlichkeit brüllen. Ihre Gefolgschaft ist willig. Es bedarf nur einiger, simpler Worte von Ihnen, und Ihr „Volk“ folgt. Sie führen. Wollen Sie damit wirklich in die Geschichtsbücher? Ich befürchte: Das haben Sie schon geschafft.

Was Sie bisher getan haben, „bewirkt“ geradezu, kann niemand mehr ändern. Leider. Doch im zweiten Winter mit Pegida ist es an der Zeit, dass sich das „andere“ Dresden zeigt. Das Dresden, das genug von dem Gehetze hat und endlich wieder in Ruhe genießen will, wie schön es hier ist. Das Dresden, das zum Fußball möchte, ohne dort auf Hassparolen zu stoßen. Das Dresden, das montags gerne mal wieder durch die Stadt spazieren würde, ohne fahnenschwenkenden, grölenden Horden Empathieloser zu begegnen. Das gesellige und gemütliche Dresden, das leider manchmal zu behäbig ist, um sich zu wehren.

Ich mag Sie nicht, Herr Bachmann! Und ich kann alle, denen es ähnlich geht, nur bitten: Zeigt euch! Wehrt euch! Lasst uns unsere Stadt zurückholen! Zum Beispiel am 19. Oktober, wenn Bachmanns spazierender Menschenhass ersten Jahrestag feiert. Holen wir uns Dresden zurück! Unsere Stadt war nie weg – der Hass ist nur, und war es in der Geschichte leider immer, so viel lauter als die Liebe. Pathos, ich weiß. Aber außerdem wahr.

Foto: Muggel Pictures
Marc Saltberg

Seine Freunde wünschen ihm zum Geburtstag „eine fette Taube, die dir schön auf den Latz scheißt, dazu leichte, aber bestimmte Rückenschmerzen und das Gefühl, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, aber von niemandem gemocht zu werden.“ Was ihm sonst noch Nachtschweiß auf die Haut treibt, verarbeitet er hier.

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18 Kommentare

  1. Jörg Förster

    Es ist gut sich zu distanzieren! Die Stadt aber kann nichts dafür! Was tun im Kampf gegen ein Konzentrat? Verdünnen!
    Weglaufen und dem braunen Morastdas Feld überlassen halte ich für den völlig falschen Schluss. Sie wissen doch – wer nicht kämpft, hat schon verloren. Bachmann ist ebenso wenig Dresden wie Hitler Deutschland war.

  2. Danke für den Artikel! Ich bin zwar erst 5 Jahre hier aber fühle mich inzwischen wie auf einem fremden Planeten, wo die Dinge verkehrt sind. Hätte ich vorher geahnt wie es hier läuft wäre ich nicht nach DD gekommen..

  3. Genau so geht es mir auch! Ich lebe seit 6 Jahren nicht mehr in Dresden. Bin aber oft dort, da unsere Familien dort leben. Wir werden immer wieder gefragt, ob wir irgendwann zurück wollen. Vor allem, damit unsere Töchter mehr Zeit mit ihren Großeltern haben. Aber trotz all den Gründen die für Dresden sprechen hält uns immer wieder diese stark verbreitete rassistische Gedankengut davon ab. Erst ging es nur mir so, inzwischen sagt auch mein Mann, er kann sich nicht mehr vorstellen jemals wieder dort zu leben. Die Gegend war schon immer stark von Unzufriedenheit und damit verbundener Ausländerfeindlichkeit geprägt. Aber inzwischen nimmt das ein Ausmaß an, dass ich unerträglich finde. Selbst bei Besuchen von 1-2 Wochen und Dresden fühle ich mich unwohl. Bin genervt von der ständigen Präsenz rechten Gedankenguts….

    • Sebastian Heiter

      Herzlichen Glückwunsch,
      Sie denken schon fast wie die PEGIDA-Meister. 🙁

  4. Auch ein Dresdner

    Ob Sie oder ich Herrn Bachmann mögen, oder nicht interessiert wie der berühmte Sack Reis, der in China umfällt. Sicher sind Sie aber zu jung, um Vera Lengsfeld zu kennen – gewissermaßen eine Kollegin von Ihnen. Ich habe Ihnen einen Artikel von Ihr angefügt, den ich in Auszügen wiedergeben möchte. Sie sollten über diesen gerade als Dresdnerin nachdenken und Ihre Schlüsse ziehen, wer die Atmosphäre hier in Dresden vergiftet und auch darüber nachdenken, warum viele Menschen den Weg auf die Straße wieder wagen (aber beim letzten Mal waren Sie sicher zu jung dafür). Ich als Dresdner jedenfalls bin stolz, gerade hier in dieser Stadt zu wohnen.
    Vera Lengsfeld 27.09.2015
    Für ihren Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte in der DDR erhielt Lengsfeld 1990 den Aachener Friedenspreis. 2008 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.
    Nachtgedanken einer Bürgerrechtlerin (Auszug)
    In unserem Land ist die Kommunikation zwischen Politik und Medien einerseits und der Gesellschaft andererseits offensichtlich gestört. Immer weniger Menschen halten Politik und Medien noch für glaubwürdig. Belege dafür sind eine stetig wachsende Wahlenthaltung und ein Absturz der Verkaufs- und Einschaltquoten bei den politischen Medien. Diese gestörte Kommunikation ist umso dramatischer, als sich unsere Gesellschaft in einer krisenhaften Situation befindet, die das Potential hat, zu einem heißen Konflikt zu werden. Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass sich Politik und Medien in einer Parallelwelt bewegen, die mehr mit politischen Wunschdenken als mit der Realität zu tun hat.
    Mit dem Zustrom nach Merkels Einladung hat sich die Situation nochmals dramatisch verschärft. Gleichzeitig beweist die Politik, dass sie es mitnichten schafft, die außer Kontrolle geratene, chaotische Zuwanderung in den Griff zu kriegen. Auf dem letzten „Flüchtlingsgipfel“ Des Bundes mit den Ministerpräsidenten wurde weiter so getan, als wäre das Problem mit Geld, Quoten und Umverteilung zu lösen. Kein Wort darüber, wie man damit umzugehen gedenkt, dass sich unter den Asylbewerbern tausende junge Männer mit gefälschten oder gar keinen Pässen befinden. Kein Wort darüber, was mit straffällig gewordenen Asylbewerbern geschieht, wie man die Sicherheit der Schutzsuchenden gewährleisten will, die, wenn sie Christen sind, von muslimischen Einwanderern drangsaliert oder gar lebensgefährlich bedroht werden. Die sexuellen Übergriffe auf schutzsuchende Frauen und Kinder sind bereits so zahlreich, dass sie nicht mehr ignoriert werden können. Jetzt will sogar Ministerin Schwesig die eingewanderten Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen. Man darf gespannt sein, wie sie das anstellt. Aber die Einsicht, dass es mehr als fahrlässig war, hunderttausende junge Männer ins Land zu lassen vermisst man. Ebenso das Eingeständnis, das Deutschland bereits über den Rand seiner Aufnahmekapazitäten hinaus ist und dringend einen Aufnahmestopp verhängen müsste.
    Das Politikversagen wird verschlimmert dadurch, dass die meisten Medien ihre kritische Kontrollfunktion aufgegeben haben und distanzlos zum Verkünder von Regierungsentscheidungen wurden. In der Einwanderungsfrage hat das Züge eines totalitären Kampagnenjournalismus angenommen. Die wenigen Gegenstimmen wurden ebenso totalitär verunglimpft. Immer häufiger werden Kommentarspalten der Medien geschlossen, wenn die Mehrheitsmeinung nicht regierungskonform ist.
    Es ist deshalb nicht überraschend, dass sich immer mehr Menschen große Sorgen um die weitere Entwicklung unseres Landes machen. Was wir jetzt brauchen ist eine ehrliche, ergebnisoffene Diskussion über den Zustand und die Zukunft unseres Landes. Die Bürger sind keine Bittsteller, sondern der Souverän. Die Politiker sind die Vertreter ihres Volkes, keine eigene privilegierte Kaste. Das Grundgesetz ist von allen einzuhalten und der Rechtsstaat zu verteidigen.
    Wir müssen das gegenwärtige giftige Klima der Denunziation, der Stigmatisierung Andersdenkender, der Entscheidungen, die ohne Diskussion und an den demokratischen Gremien vorbei getroffen werden, überwinden. Nur so können Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verteidigt werden.
    Als in der DDR die Kommunikation zwischen Staat und Bevölkerung gestört war, ist das Volk auf die Straße gegangen und hat sich eine neue Regierung gewählt. Es ist hohe Zeit, dass Politik und Medien ihren Kurs korrigieren und zu rechtsstaatlichen Gepflogenheiten zurückkehren. Tun sie es nicht, wird aus der gestörten Kommunikation ein unkittbarer Bruch. Denn:
    „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“!
    Auszug Ende

    • Was genau unterscheidet diese Frau jetzt von einem Pegidioten?

      • Auch ein Dresdner

        Auch Sie werden irgendwann aufwachen müssen, nachdem Sie vor der „Tagesschau“ eingeschlafen sind.

        • „Das Boot ist voll. Merkel muss weg. Lügenpresse. Aufwachen.“ so oder so ähnlich und die ganzen einseitigen Frasenfüller dazwischen. Wer immer wieder dasselbe sagt hat recht, oder was?

          • „Wer immer dasselbe sagt, hat Recht.“ – Leider einer der Leitsätze dieser Zeit und wenn man zurückblickt halt auch die Argumentationsstrategie, die sich meistens am Ende durchgesetzt hat. Vergleichbar mit einem Klickertraining bei Tieren die abgerichtet werden. Mehr sind wir halt auch nicht. Manche merken das nie, manche erst wenn es zu spät ist – und einige warnen davor und werden nicht erhört.

  5. Alix Frank

    Dieser Brief stimmt mich ein bisschen versöhnlich. Ich beobachte jetzt, wie so viele, das braune Treiben in Sachsen, speziell Dresden, seit fast einem Jahr. Und leider ist das auch schon meine ganze Verbindung zu dieser Stadt. Jede Erwähnung dieses Namens wird in mir unwiderruflich den Gestank von Pegida und Co. in Erinnerung bringen. Ich werde nicht an die Oper, die Frauenkirche oder alles, was man so mit Elbflorenz assoziiert, denken, sondern an abgrundtiefen Hass und Gewalt. An marodierenden Horden tätowierte Analphabeten, die sich für die Herrenrasse halten, aber keine Nazis sein wollen.
    Anfangs hat mich das deprimimiert und schockiert. Mittlerweile bin ich aber nur noch wütend und fassungslos darüber, wie man diesem Gesocks die Straße überlassen kann.
    Insofern stößt dieser Brief bei mir auf allergrößte Sympathie. Zu hoffen wage ich allerdings noch nicht.
    Dresden: Du bist in der Bringschuld. Zeig mal, dass Du auch was anderes drauf hast, als den Kopf in den Sand zu stecken. Schick diese Penner zum Teufel – wo sie hin gehören und überleg bei der nächsten Wahl mal ganz genau, ob das das politische Klima ist, das Du willst. Dresden!

    • Sebastian Heiter

      „Und leider ist das auch schon meine ganze Verbindung zu dieser Stadt. Jede Erwähnung dieses Namens wird in mir unwiderruflich den Gestank von Pegida und Co. in Erinnerung bringen. Ich werde nicht an die Oper, die Frauenkirche oder alles, was man so mit Elbflorenz assoziiert, denken, sondern an abgrundtiefen Hass und Gewalt. An marodierenden Horden tätowierte Analphabeten, die sich für die Herrenrasse halten, aber keine Nazis sein wollen.“

      Und an was denken Sie, wenn Sie das Wort „Islam“ hören?
      Nur an den IS oder auch noch an was positives? 😉

  6. Was soll ich sagen außer: Danke für diese Worte.

  7. Endlich! Auf so einen Artikel hab ich gewartet! Danke Marc! Du sprichst mir aus der Seele. Ich komme ursprünglich aus Meißen und bin ehrlich gesagt froh, schon lange nicht mehr da zu wohnen. Ich habe immer gesagt, ich liebe mein Sachsen. Sachsen war für mich Heimat. Doch in den letzten Monaten habe ich mir selbst aus der engsten Famile befremdliche Worte anhören müssen. Ich finde den „versteckten Alltagsrassismus“ unerträglich!

  8. Wahre Worte, ich suche gerade einen Job weit weg von hier. Dieser alltägliche Rassismus der hier umgeht, ob die Kassiererin im Netto oder irgend welche Alkis in der Bahn aber auch Freundschaften die kaputt gegangen sind, treiben mich dazu. Ich bin kein Dresdner, habe mich auch immer wohl gefühlt hier, doch seit Pegida habe ich Angst Nachts auf den Straßen die ich eigentlich als Heimat ansah herum zu laufen. Dummheit verbreitet sich halt schnell wie eine Seuche und das hat wohl in Dresden, wie ich erfahren durfte, Tradition. Leider findet in dem selbst verliebten Dresden auch keinerlei Gegenwehr statt, gut bis auf ein paar Ausnahmen. Der Bachmann ist wie so ein kleiner, dummer Junge der bockig darauf besteht das 1und 1 3 sind und sein Gefolge jubelt dazu. Wann merken diese Leute das Sie das Problem sind bzw. wann kommt der störrische Hetzer und seine Freunde endlich hinter Gitter, da wo sie hingehören. Natürlich gibt es hier auch nette Menschen die werde ich vermissen.

  9. www.realitaetsfernes-gesuelze.de

    Selten so einen Stuss gelesen!

    • Hm, noch kann ich den Argumenten nicht ganz folgen. Da kommt aber bestimmt noch ein Einwand, der Hand und Fuß hat – oder etwa doch nicht?

  10. kann ich nur zustimmen…weil ich genauso fühle. oh ja..ich fühle wo andere meckern…

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