Was ich beruflich bisher so mit meinem Leben angestellt habe – und anstelle?

Aktuell bin ich bis Juni 2017 in Elternzeit. Zuvor habe ich als freie Mitarbeiterin für verschiedene Agenturen gearbeitet, zum Beispiel Oberüber Karger, zebra und Cromatics. Da ich überall fleißig Verschwiegenheitserklärungen unterschrieben habe, kann ich über den konkreten Inhalt jeder Zusammenarbeit leider nicht viel sagen. Nur das: Konzeption und PR halten sich ziemlich gut die Waage, hin und wieder arbeite ich auch an Ausschreibungen und Pitches mit. Unter PR ist hier übrigens alles zu verstehen: klassische Textarbeit (Pressemitteilungen, Porträts, Interviews, Reportagen…), Beratung, Strategiepapiere, Maßnahmenkataloge, Social-Media und wiederum: Konzeption. Schnapsideen für (inzwischen preisgekrönte) Apps oder Ghostwriting für Fachbücher waren auch schon dabei, in letzter Zeit häuft sich die Krisen-PR. Und sonst? Manchmal schreibe ich einfach so über Leute, die ich großartige finde. Und oft arbeite ich an meinem noch unfertigen Herzensprojekt, #failinginlove.

Von 2010 bis 2014 war ich – mit einer kreativen UnterbrechungChefredakteurin der Jugendzeitschrift SPIESSER. Und das bedeutete: Blattmachen, Redaktion leiten, mit jungen Autoren zwischen 16 und 24 arbeiten und mit Ideen Werbepartner gewinnen. Mit ins Portfolio und in meinen Verantwortungsbereich gehörten auch einige Auftragsprojekte sowie die dazugehörigen Ausschreibungen – beispielsweise mitmischen.de, das Portal des Deutschen Bundestages. Ein schönes Beispiel für das Ergebnis des täglichen Wahnsinns ist SPIESSER 139 (Auflage: 500.000 Exemplare):

Zum 18. Geburtstag des SPIESSER gabs dann ein besonderes Geschenk: die erste Kioskausgabe, die wir in der Redaktion aus dem Nichts geplant und umgesetzt haben – hier ist die exklusive Leseprobe des Magazins mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren.

Mein Volontariat und anschließend erste Erfahrungen als Redakteurin verdanke ich der Thüringer Allgemeine, wo ich als Reporterin in der Landespolitik zum Beispiel dem First Man des Landes Ärger mit seiner Frau bescherte (lag wohl an dem Teil mit der Tagesschau, wie er mir am Erscheinungstag am Telefon berichtete), gesellschaftspolitische Porträts und Reportagen schrieb und berufliche Doppelbelastung im Selbstversuch ausprobierte.

Der Vollständigkeit halber: Studium an der Universität Leipzig (Diplom-Journalistin darf ich mich deshalb nennen, will ich aber gar nicht), Praktika hier und da und überall, und jahrelange Fingerübungen als Bloggerin bei bym.de. Das alles seit inzwischen 17 Jahren. Meine Fresse…